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Integriertes Küstenzonenmanagement (IKZM)

Die Technologie-Region K.E.R.N. e.V. befindet sich in Liquidation (i.L.). Der Verein wurde zum 31.12.2008 aufgelöst.

In Förderangelegenheiten werden die Aufgaben nun von der Wirtschaftsförderungsgesellschaft für die Region Kiel, Rendsburg-Eckernförde und Plön mbH wahrgenommen.

Was ist IKZM?

Mit ca. 120 km Länge gehört der Küstenraum der K.E.R.N.-Region zu den am intensivsten genutzten Räumen überhaupt. An der Küste treffen – landseitig, aber auch wasserseitig – verstärkt sehr unterschiedliche zum Teil sich gegenseitig ausschließende Nutzungsansprüche von Schiffbau, Fischerei, Hafenwirtschaft, Tourismus, Sport- und Freizeitaktivitäten oder Arbeiten und Wohnen aufeinander.
Hinzu kommt, dass gerade diese Räume einem verstärkten Strukturwandel unterliegen. Umso mehr gilt es, Produktivität und Funktionsfähigkeit der Küsten zu bewahren.

Ziel von K.E.R.N. ist es, die schlummernden Potentiale an meeresbezogenen Wirtschafts- und Lebensräumen einvernehmlich zu entwickeln und damit eine möglichst nachhaltige Nutzung zu gewährleisten.

SUCHE

 
 

Was will IKZM?
Hochbrücke Rendsburg

Der Weg dorthin führt über ein sogenanntes „Integriertes Küstenzonenmanagement“ (IKZM). IKZM ist faktisch die systematische Förderung und Steuerung aller raumbedeutsamen Entwicklungen im weiteren Küstenbereich. In einem einvernehmlichen Diskurs werden Entwicklungsziele abgestimmt, die anschließend, begleitet von einem ständigen Rückkoppelungsprozess, kontinuierlich verfolgt und umgesetzt werden.

IKZM bindet alle Akteure vor Ort mit ein und sucht – wissenschaftlich unterstützt – nach optimalen Lösungsmöglichkeiten („best practices“).

Ausdrücklich zu betonen ist, dass IKZM nicht in die jeweiligen Verantwortungsbereiche eingreift, so auch nicht in die Zuständigkeiten der Gebietskörperschaften. Deren Planungsrechte und Umsetzungskompetenzenbleiben unangetastet. Ganz im Sinne moderner Steuerungsmethoden setzt IKZM auf Koordination und Überzeugungsarbeit.


Wie arbeitet IKZM?
Fahrräder

IKZM bündelt die vorhandenen Interessen der unterschiedlichen Akteure und entwickelt abgestimmte Konzepte (Integrierte Betrachtung).

Die zu betrachtende Küstenzone (landseitig und wasserseitig) wird je nach Problemstellung unterschiedlich weit oder eng gefasst.

Gegenstände der Betrachtung sind alle raumwirksamen Zusammenhänge: von der standortgebundenen Industrie bis zu saisonalen Tourismusaktivitäten, von den Hafen- und Marinenutzungen bis zum Segeln und Angeln, vom wassernahen Wohnen über die Integration touristischer Aufkommensschwerpunkte bis zur Zugänglichkeit vonBadestrand und Schutzdeich, vom Schadstoffeintrag in Gewässer über die verträgliche Integration von Algen- und Fischzucht bis zur Offshore-Windenergie.


Woran arbeitet IKZM?
Werft Lindenau

Etablierung eines IKZM-Arbeitskreises mit den maßgeblichen regionalen Akteuren zwecks Meinungs- und Erfahrungsaustausch.

Entwicklung eines Küstenerlebnispfades als touristische Attraktion, um Wissen und Verständnis über Natur, Ressourcennutzung, Kultur und Geschichte zu vermitteln.

Erforschung der Aufzucht von Algen, Muscheln und Seegras in Kultivierungsanlagen inkl. Entwicklung von hochwertigen Agrarprodukten, industriell nutzbarer Wirkstoffe sowie Kosmetik- und Pflegeprodukte.