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ENTWICKLUNG DER TECHNOLOGIE-REGION K.E.R.N. E.V.

Am 9. Oktober 1991 wurde die Technologie-Region K.E.R.N. in der Rechtsform eines eingetragenen Vereins gegründet. Die damals in der Region politisch und wirtschaftlich Verantwortlichen hatten sich mit K.E.R.N. vier Ziele gesetzt: die Kooperation zwischen den Kommunen zu intensivieren, die technologische Entwicklung in der K.E.R.N.-Region zu fördern, die Zusammenarbeit zwischen Unternehmen, Wirtschaftsorganisationen und Gewerkschaften anzuregen und die Region nach innen und außen wirksam darzustellen.

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Modellregion

Zu diesem Modell, dass Kommunen auf der einen Seite und Wirtschaft- und Sozialpartner auf der anderen Seite miteinander eng zusammenarbeiten, um gemeinsam ein neues Produkt - die K.E.R.N.-Region - zu entwickeln, gab es zu damaliger Zeit kaum etwas Vergleichbares.

Öffentlichkeitsarbeit

Die Technologie-Region K.E.R.N. hat bereits Anfang 1992 begonnen, die K.E.R.N.-Region überregional durch Messe- und Marketingaktivitäten sowie die Verleihung eines Preises für Maritime Technologie bekannt zu machen und zu vermarkten. Hierdurch hat K.E.R.N. bundesweite Aufmerksamkeit erlangt.

Städtenetze

Wichtig für die weitere Entwicklung der K.E.R.N.-Region war 1994 die Aufnahme in das Forschungsfeld "Städtenetze" des damaligen Bundesministeriums für Raumordnung, Bauwesen und Städtebau. Hier hatte K.E.R.N. die gute Gelegenheit, seine Arbeit mit der von 10 weiteren Städtenetzen in der ganzen Bundesrepublik zu vergleichen und die Erfahrungen der anderen Regionen für die eigene Entwicklung zu nutzen. Besondere Impulse erfuhr die Verstärkung der innerregionalen Zusammenarbeit und der Aufbau des regionalen "Wir-Gefühls". In diese Zeit fällt auch die Gründung der meisten Arbeitskreise innerhalb der K.E.R.N.-Region, in denen wichtige Weichenstellungen für die regionale Entwicklung vorbereitet werden.

Interreg II A-Programm

1995 ist K.E.R.N. auf Anregung der Landesregierung und auf der Grundlage des Interreg II A-Programms der Europäischen Union eine Zusammenarbeit mit dem Kreis Fünen in Dänemark eingegangen. Wir haben gemeinsam mit den dänischen Partnern grenzüberschreitende Projekte initiieren können und werden die Kooperation bis zum Ende des Förderzeitraumes im Jahr 2006 fortsetzen können.

Regionalentwicklung

In den Jahren 1997 und 1998 war zweifelsohne die Fortschreibung des Regionalplans III eine bedeutende Herausforderung an die Region. Erstmalig stand der Landesplanung mit K.E.R.N. ein zentraler Ansprechpartner für die Regionalentwicklung zur Verfügung. Da der Regionalplan bis zum Jahr 2015 Gültigkeit besitzt, war es uns wichtig, Entwicklungsspielräume zu sichern. Letztlich sind viele unserer Vorschläge im Regionalplan berücksichtigt worden.

Regionalprogamm 2000

Seit 1999 ist die K.E.R.N.-Region zudem eine von landesweit vier Förderregionen im Rahmen des Regionalprogamms 2000 des Landes Schleswig-Holstein. Im regionalen Qualitätswettbewerb werben wir seither für die Förderung von wichtigen Projekten der wirtschaftsnahen Infrastruktur mit Landes-, Bundes- und EU-Mitteln und tragen so zum Ausbau von Innovation, Wachstum und Beschäftigung in den strukturschwachen Räumen unserer Region bei.

Regionalmanagement

Dies ist nicht nur eine Daueraufgabe, sondern derzeit wieder besonders aktuell, da die K.E.R.N.-Region insbesondere in den Städten Eckernförde, Neumünster, Rendsburg und Kiel aussergewöhnlich stark von den wirtschaftlichen Folgen der Truppenreduzierung betroffen ist. Dies war der Anlass, der K.E.R.N.-Region aus dem Regionalprogramm 2000 Mittel zur Durchführung eines Regionalmanagements mit dem Schwerpunkt Konversion zu bewilligen. Damit wird K.E.R.N. in die Lage versetzt, die betroffenen Kommunen bei der Nachnutzung von militärischen Liegenschaften und industriellen Brachflächen zu unterstützen und die Belastung des Arbeitsmarktes durch den Abbau von ca. 3.000 Dienstposten in der Region durch Kompensationsmaßnahmen zu mildern. K.E.R.N. setzt dabei auf ein verstärktes Regionalmarketing, die Koordinierung von touristischen Vorhaben und Maßnahmen im Rahmen eines Integrierten Küstenzonenmanagements für die gesamte K.E.R.N.-Region. Ein erster, wichtiger Schritt für das Regionalmarketing war die aus Mitteln des Regionalprogramms 2000 geförderte Erarbeitung eines Gewerbeflächenentwicklungs-Konzeptes für die K.E.R.N.-Region. Damit steht der Region eine Orientierungshilfe für alle an der Gewerbeflächenentwicklung beteiligten Akteure, einschließlich künftiger Investoren, zur Verfügung. Es war unser Ziel, über die Förderung sich ergänzender Ansiedlungsstrategien die Leistungsfähigkeit der Region insgesamt zu erhöhen und ruinöse Konkurrenzkämpfe benachbarter Standorte zu verhindern.

 

Tourismus

Im Bereich Tourismus geht es - im Rahmen des Regionalmanagements - primär darum, die Entwicklung neuer touristischer Produkte, Projekte und Infrastrukturmaßnahmen zu koordinieren sowie das touristische Marketing unter Berücksichtigung der im Land vorhandenen Strukturen zu unterstützen. Die K.E.R.N.-Region verfügt über ein großes maritimes Potential: von der Wirtschaft mit Werftindustrie und deren Zulieferbetrieben, über die Forschung (z.B.: Leibniz-Institut für Meereswissenschaften) oder in vielen kleinen, hochspezialisierten Unternehmen bis hin zum Tourismus entlang der Ostseeküste.

 

Integriertes Küstenzonenmanagement (IKZM)

Wie andere am Meer gelegene Regionen in Europa, hat sich auch die K.E.R.N.-Region das Ziel gesetzt, über ein Integriertes Küstenzonenmanagement (IKZM) diese Potentiale zu bündeln und die hier vorhandenen Kompetenzen und das Know-how überregional zu vermarkten. Mit der Aufnahme des Projektes "Meerestechnik Schleswig-Holstein" in das bundesweite Forschungsprojekt Kompetenznetze ist uns dabei schon ein wichtiger Schritt gelungen, dem weitere folgen müssen. Weitere Informationen erhalten Sie aus unseren Geschäftsberichten und dem vierteljährlichen Informationsblatt "K.E.R.N. aktuell", die als Download abrufbar sind.