Zerspantes PEEK

PEEK - Aus dem Vollen zerspantes Sensorgehäuse.

Serienteile aus extrudiertem PEEK-Halbzeug. Sensorgehäuse rationell auf unseren 6-Seiten-Stangenautomaten zerspant.

Polyetheretherketon (PEEK) ist selbst bei hohen Temperaturen und aggressiven Medien ein zuverlässiger Hochleistungs­kunststoff.

Sensoren leisten ihren Dienst oft in einem unwirklichen Umfeld, dort wo hohe Temperaturen gemessen, aggressive Chemikalien detektiert, extreme Drücke gemessen oder andere nicht elektrische Messgrößen in elektrische Signale umgewandelt werden müssen. Sensorhalter aus PEEK finden sich in vielen Bereichen der technischen Sensorik, Messtechnik und Kontrolltechnik.

Das maßbeständige Bauteil produzieren wir voll­automatisch auf speziellen CNC-Fräszentren in Serienfertigung. Aus Stangenzuschnitten von extrudierten PEEK-Platten zerspanen wir auf unseren präzisen Sechs-Seiten-Fräszentren die prismatischen Zerspanungs­teile, – fertig fallend. Das ist rationell und materialsparend.

Versiegelte Drucke

Abriebfester Siebdruck im Bedienfeld für Aufzüge

Bedienpanels in Aufzuganlagen. Abriebfester Siebdruck eingebettet in mehrschichtigem Lackaufbau.

Aufzüge oder Fahrten in einzelne Etagen werden in öffentlich zugänglichen Bereichen oftmals nur für einen legitimierten Personenkreis freigeschaltet. Fand man früher noch Schließzylinder in den Bedienfelder der Aufzüge, geschieht die Authentifizierung in modernen Aufzugsanlagen berührungslos mit passiven Transpondern.

Über den Ort des Feldes der Transponder-Leseeinheit informiert ein RFID-Symbol auf der Bedienfront. Es ist ein Siebdruck. Der Druck wird auf den noch nicht völlig ausgehärteten Pigmentlack aufgebracht. Das Drucken im richtigen Moment ist wichtig, so gehen die Pigmentharze von Lack und Druck eine starke Verbindung ein. Dieser zeitlich gesteuerte Prozessablauf bringt höchste Festigkeit gegen Abrieb. Ein weiterer Qualitätsschritt ist eine transparente Versiegelung der beiden Pigmentschichten. Ergebnis ist eine dauerhafte Kennzeichnung.

Wir stellen eine plane und eine konvex gewölbte Variante her. Die Panelen sind aus schlagzähem Styrol/Butadien im Thermoplastischen Schaumguss (SB-TSG) gefertigt. Die Industrie­lackierung glänzt mit Metallic-Effekt. Die Kunststoffpanelen schließen Lücken in strang­gepressten Aluminiumprofilen und fügen sich elegant in die Konstruktion der Bediensäule und dem Gesamterscheinungs­bild der Aufzugskabine ein.

Die Stabilität der kleinen, einfachen Bedienpanelen bietet dem Vandalismus einen gewissen Widerstand. In der Zertifizierung des Brandschutzes erreicht der Werkstoff die Brandschutzklasse UL 94-V0.

Fernsteuerungen in der Fördertechnik

Fernsteuerungen für Hebezeuge

Verdeckte Sollbruchstellen vermitteln Vollwertigkeit. Flexible Handgehäuse für modular aufgebaute Gerätefamilie. Realisiert mit wenigen Form­werkzeugen.

Funkbasierte Steuerungen werden im Industrieeinsatz immer beliebter. Zu verdanken ist dieser Erfolg der funktionalen Zuverlässigkeit von redundantem Funkweg und der modernen Generation von Akkus. Der Einsatz ist in der EN ISO 13849-1 geregelt. Sie steuern Anlagen, Geräte, Hebezeuge und Signale. Moderne Funksender sind frei programmierbar. Das macht sie universell einsetzbar. Abhängig von den zu steuernden Geräten und der zu erfüllenden Funktions­vielfalt werden unterschiedlich viele Befehlsgeräte im Bedienfeld benötigt.

Die hier neu entwickelte Gerätefamilie steuert Kräne und Hebezeuge. Sie hat mindestens 6 Taster. Je nach Ausstattungswunsch können die Handsteuerungen mit der doppelten Anzahl von Tastern bestückt werden.

Bisher setzte der Kunde Standardgehäuse für 12 Taster ein. Die freien Plätze waren durch Blindstopfen verschlossen. Ein solcher Handsender gibt dem Benutzer das Gefühl, eine nicht vollwertige Ausrüstung und nur eine eingeschränkte Kontrolle und Steuerungs­möglichkeit zu haben.

Funkfernsteuerungen in drei Gehäusegrößen sind entstanden. Nicht verwendete Plätze sind verdeckte Sollbruchstellen. Das ergonomische Industriedesign ist preisgekrönt. Der Thermoplastische Schaumguss (TSG) gab die Gestaltungs­freiheit.

Montageclip mit vielen Funktionen

Rationelle und werkzeuglose Montage. Spezielle Kunststoffclips halten Elektronikplatinen in Sensorgehäusen.

Der neu entwickelte Clip vereint viele Funktionen in einem Kunststoffteil. Die rundum gelungene Lösung ist das Ergebnis einer guten Zusammenarbeit mit unserem Kunden.

Ingo Weinand
Anwendungs­technik, Großmaischeid

Die Platinenhalterung kombiniert mehrere Federhalterungen und Positionierhilfen in einem Bauteil. Wir spritzgießen das Befestigungselement aus Polyamid 6 (PA 6), einem Kunststoff mit herausragendem Rückstell­vermögen. Eingesetzt werden die Polyamidteile in elektronischen Sensoren für die Fördertechnik.

Rationelle Clip-Lösung. Einfach eingeclipst, verbindet die Schnellbefestigung die Elektronikplatine und den stranggepressten Gehäusekanal ohne Montageaufwand lagegerecht und sicher miteinander. Die bisherige Montage mit Abstandhaltern und Schrauben war sehr zeitintensiv und teuer. Der neu entwickelte Clip vereint nun viele Funktionen in einem Kunststoffteil und ist das Ergebnis einer guten Zusammenarbeit mit unserem Kunden. Es entstand ein einfach zu entformendes Spritzgussteil das die werkzeuglose Montage der Platine ermöglicht.

Wetterfester Signalschalter

<span class="initialism">Wetterfest:</span> Handgehäuse aus schlagzähem Kunststoff

Signaltechnik im Outdoorbereich. Ruggedized Warnsignal-Gehäuse für Bauarbeiter im Gleis.

Das Gleis ist für Arbeiter ein besonders gefährliches Umfeld. Bei Arbeiten im Gleis wird robuste Signaltechnik benötigt. Denn Zuverlässigkeit selbst bei extremen Wetterbedingungen zählt, wenn alle Beschäftigten im Bereich der Arbeitsstelle vor einer sich annähernden Fahrt zu warnen sind.

Das auf hohe Belastungen ausgelegte Gehäuse des Signalsteuergerätes in der Hand des Außenpostens erfüllt alle Erwartungen. Ergonomische Handhabung, funktionale Aufnahme der Befehlsgeräte und solide Ausführung zeichnen das Handsteuergerät aus. Hergestellt werden die beiden Gehäusehälften im Thermoplastischen Schaumguss (TSG) mit preisgünstigen Formenwerkzeugen aus Aluminium.

IK-Stoßfestigkeit. Gehäuse für elektrische Betriebsmittel. Die CEI EN 50102 führt 10 Schutzarten zur Stoßfestigkeit auf. Sie legen fest, welcher Schlagenergie [J] das Gehäuse mindestens standhalten kann.
Schutzart Schlagenergie Eckradius Hammer Hammer­werkstoff Hammer­masse
  [J] [mm] [–] [kg]
IK00 keine Stoßfestigkeit
IK01 > 0,15 10 Polyamid 0,2
IK02 > 0,20 10 Polyamid 0,2
IK03 > 0,35 10 Polyamid 0,2
IK04 > 0,50 10 Polyamid 0,2
IK05 > 0,70 10 Polyamid 0,2
IK06 > 1 10 Polyamid 0,5
IK07 > 2 25 Stahl 0,5
IK08 > 5 25 Stahl 1,7
IK09 > 10 50 Stahl 5
IK10 > 20 50 Stahl 5

EMV

Leitlack innen auf ein Kunststoffgehäuse aufgebracht

Elektromagnetische Verträg­lich­keit (EMV). Hochleitfähige Schirmungen für elektronische Baugruppen in Kunststoffgehäusen.


Moderne Gehäuseabschirmungen sind hochleitfähig, sie erfüllen die Forderung nach elektro­magnetischer Verträg­lich­keit (EMV) von elektronischen Geräten mit Gehäusen aus Kunststoff. Richtig ausgelegt und innen auf das Kunststoffgehäuse aufgebracht, schirmen sie die Umgebung von elektro­magnetischen Interferenzen (EMI). Sie sind ein wichtiger Teil zur Festigkeit des elektronischen Gerätes gegen elektrostatische Entladung (ESE, ESD) und gegen elektro­magnetische Störfelder.

Zur Schirmung wird eine Beschichtung gewählt, die aus hochleitenden Partikeln und einer speziellen Kunstharzmatrix besteht. Das verwendete Harz ist thermoplastisch und bindet die Leitpartikel, es entsteht eine die Störstrahlen dämpfende Abschirmschicht. Das Kunstharz sorgt für eine gute Haftung zwischen Abschirmschicht und Kunststoffoberfläche.

Mit Hilfe des thermoplastischen Harzes konnte das Abblättern, wie es bei reinen Metall­beschichtungen zu beobachten war, beseitigt werden. Das Harz vollzieht Maßänderungen mit, die z. B. bei Wärmeausdehnung oder Torsion entstehen, ohne erkennbar an Haftfähigkeit zu verlieren. Die Abschirmung kann selbst bei schwierigen Klimabedingungen, wie Hitze oder Feuchtigkeit, verwendet werden.

Die Schirmung ist sehr korrosionsbeständig, denn die Leitpartikel sind im Harz gekapselt und gut geschützt.

EMV-Abschirmschichten enthalten in der Regel Leitpartikel aus Graphit, Nickel, Kupfer oder Silber.

Vergleich der EMV-Effektivität.
Metallische und nicht metallische Leitpartikel.
  EMV
Abschirm­leistung / Schirmdämpfung
(bei 50 μm)
 
ESE
Erdungs­eigenschaften
Oberflächen­widerstand
(bei 50 μm)
Maximale Betriebs­temperatur
Einheit [dB] [Ω/Quadrat] [°C]

 
 
*
 = Die angegebenen Werte wurden nach ASTM ES7-86 ermittelt.
**
 = bei einer Schichtdicke von 25 μm

nichtmetallische Partikel

Graphitbeschichtung 15 – 45 ausgezeichnet < 10 150

Halbedelmetall-Partikel

Nickelbeschichtung 60 * ausgezeichnet < 0,25 95
Kupferbeschichtung 65 ausgezeichnet < 0,25 95

Edelmetall-Partikel

Kupfer-/Silber­beschichtung 75 ausgezeichnet < 0,05 ** 95
Silber­beschichtung 60 ** gut < 0,02 ** 105