Kunststoff-Lexikon

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Dichte

Die Massendichte $ \ \rho \ $ (Einheit: kg/m3) ist der Quotient aus der Masse $ \ m \ $ und dem Volumen $ \ V \ $ eines Kunststoffteils. Die Bestimmung der Dichte erfolgt nach DIN 53 479.

Eine verbreitete Methode zur Ermittlung der Dichte von Halbzeugen und Fertigteilen ist das Auftriebsverfahren (Verfahren A). Der Probenkörper wird zum einen an Luft und zum anderen in einer Prüfflüssigkeit bekannter Dichte hängend gewogen. Aus dem Gewichtsunterschied errechnet sich die Dichte der Probe.

Die Dichte der 150 wichtigsten Thermoplaste und Duroplaste finden Sie in unserer Datenblattsammlung.

Gleichung. Massendichte
\[\rho=\frac m V\]

Massendichte: Einordnung der Kunststoffe zu anderen Stoffen. Die Dichten der Kunststoffe liegen zwischen denen von Öl und Leichtmetallen. Die Polyethylene haben die geringsten Dichten, die Fluorkunststoffe die höchsten Dichten.
  Dichte $ \ \rho \ $
nach ISO 1183
Einheit [g/cm³]
Spiritus 0,81
Öl ca. 0,92
Polyethylen ultrahoch­molekular (PE-UHMW) 0,93
Wasser 1,00
Polystyrol (PS)
Acrylnitril/Butadien/Styrol (ABS)
1,05
Polyamid 6 (PA 6)
Polyamid 66 (PA 66)
1,14
Polyamid 6 Guss (PA 6 G210) 1,15
Polybutylenterephthalat (PBT) 1,30
Polyetheretherketon (PEEK) 1,32
Polyacetal (POM-C) 1,39
Polyethylenterephthalat (PET) 1,40
Polyacetal (POM-H) 1,42
Polyvinylidenfluorid (PVDF) 1,78
Perfluoralkoxy-Copolymer (PFA) 2,15
Aluminium 2,72
Stahl 7,85
Kupfer 8,93

Rohdichte

Rohdichte ist die Dichte eines geschäumten Kunststoffteils, bezogen auf dessem Volumen einschließlich der Porenräume. Die Rohdichte wird vorwiegend bei Schäumen mit niedriger Rohdichte angewandt.

Reindichte

Reindichte ist der Gegenbegriff zur Rohdichte. Reindichte und Rohdichte von Kompaktspritzgussteilen, also von nicht geschäumten Kunststoffteilen sind gleich.